Beiträge von Falko

    Welches Häkchen setzt du denn da? Wenn ich den Standmodus aktiviere kann ich das Fahrzeug wie gesagt gar nicht verriegeln, es muss angeschaltet „offen“ stehen bleiben. Und hast du den „alten“ Ioniq 6 oder schon das Facelift?

    Segeln finde ich persönlich nicht sonderlich sparsam, da auch das Gaspedal empfindlicher wird

    Ich gehe da gar nicht nach Gefühl. Ich fahre zu 100% immer dieselbe Strecke von der Arbeit nach Hause. Mit Segeln schaffe ich die derzeit wie gesagt mit 8.x kWh. Je mehr Reku ich einschalte, um so höher ist der Verbrauch auf dieser Strecke, das teste ich immer wieder mal zum Zeitvertreib (weil mir der Verbrauch im Sommer durch die Solaranlage eigentlich eh völlig egal ist). Am ineffizientesten fahre ich die Strecke mit iPedal, da ist der Verbrauch am höchsten. Das ist ja auch ganz einfache Physik, der Grund ist die dabei durchgeführte Energieumwandlung, wodurch bei jedem Schritt Energie verloren geht.


    Beim Segeln bleibt die kinetische Energie direkt als Bewegung im Auto. Bei Rekuperation läuft dagegen die Kette Bewegungsenergie → Generator → Leistungselektronik → Akku → später wieder Akku → Wechselrichter → Motor → Bewegung. Jeder Schritt hat Verluste.


    Bequemer ist das iPedal beim langen bergabfahren auf kurvigen Strecken auf alle Fälle, sparsam durch das viele Strom hin und her wandeln aber nicht. Das zeigen ja auch diverse Studien, ganz aktuell auch vom ADAC wieder:


    „Segeln ist grundsätzlich effizienter als Rekuperieren. Eindrücklichstes Beispiel aus der Praxis: Selbst bei einer reinen Bergabfahrt lassen sich laut ADAC Messungen nur 35 bis maximal 50 Prozent der für die Bergauffahrt eingesetzten Energie durch Rekuperation zurückgewinnen. Gehen Sie also frühzeitig vom Gas und lassen Sie das Auto die letzten paar Hundert Meter auf eine Ortschaft, einen Bahnübergang oder einen Kreisverkehr zurollen, statt erst kurz davor auf die Bremse zu treten. Eine Reihe von Elektro-Modellen bietet dem Fahrer auch die Möglichkeit einer Feinjustierung der Rekuperation, und zwar mittels Wippen am Lenkrad. Ein Zug an der Wippe rechts am Lenkrad reduziert die Bremsleistung um jeweils eine Stufe, ein Zug an der Wippe links erhöht sie um jeweils eine Stufe. Gewiefte Fahrer schaffen es so tatsächlich, den Verbrauch merklich zu drücken und trotzdem flott unterwegs zu sein.“ ( https://www.adac.de/rund-ums-f…auto-reichweite-erhoehen/ )


    Das beschreibt auch genau mein Fahrverhalten. Wenn ich beim Segeln mal zu schell werden nutze ich die Wippen um die Geschwindigkeit zu senken und gehe dann schnell wieder zum Segeln zurück sobald ich merke, dass das Auto ansonsten zu langsam werden würde. Ist wie gesagt alles nicht so bequem wie iPedal, aber es ging ja hier auch um die Effizienz.

    Ich habe in beiden Fällen die Reku auf Null und komme im Schnitt auf 12 kWh . Auf dem Weg von der Arbeit zurück, wenn ich auf der Landstraße viel rollen kann, komme ich auch mal unter 9 kWh. Das klappt selten, aber so 12 sind immer locker drin, auch wenn ein Teil davon Autobahn war. Viel rollen und vorausschauend fahren senkt den Verbrauch enorm.

    Ich habe den Ioniq 6 jetzt 3,5 Jahre. Wenn ich ihn länger nicht nutze, weil ich zB im Urlaub bin oder mit dem Rad zur Arbeit fahren kann, lasse ich den Akku so voll wie er ist. Da mache ich mir genau so wenig Gedanken wie beim Verbrenner zuvor auch. Wenn ich am Flughafen ankomme und der Akku 10% voll ist, dann ist er 10% voll. Wenn er noch 70% voll ist, ist mir das auch egal. Mein Akkuzustand ist nach 50.000 Kilometern immer noch bei 100%, es kann so wichtig also nicht sein 🤷🏼‍♂️

    Dann sind wir ja in diesem Campingmodus, bei dem das von mir beschriebene Problem auftritt, dass man die Türen offen und den Schlüssel im Auto lassen muss. Oder habe ich da noch eine Einstellung nicht gefunden?

    Ahhh, das klingt machbar. Du stellt den Campingmodus an, drückst von außen in der Mittelkonsole die Türen zu und lässt den Schlüssel dann aber trotzdem im Auto? Wenn man den mitnimmt schlägt es Alarm oder?

    Ja, das geht dann. Aber wir hatten jetzt den Fall dass wir am Platz ankamen, aber noch nicht auf den Platz durften und das Fahrzeug draußen auf den Parkplatz stellen mussten. Da war dann nichts mehr gekühlt als wir zurückkamen. Das war besonders gut für die ganzen tiefgekühlten Sachen die da drin waren. Das sind so Sachen bei denen man dann echt an der Eignung der Ingenieure bei Hyundai zweifeln kann. Ich kann über V2L tagelang Strom abgeben. Aber die Steckdose im Fahrzeug ist von der Sekunde an stromlos wo ich die Türen verriegeln will. Das kann man doch niemandem erklären.

    Die Steckdose unter der Rückbank hat allerdings nur so lange Strom wie das Auto im Betriebsmodus und die Fahrzeugtür „offen“ ist. Man kann also nicht aussteigen und das Auto abschließen, die Kühlbox würde dann keinen Strom mehr erhalten. Was wahnsinnig albern ist, schließlich hat das Fahrzeug ja extra einen „Campingmodus“. Der ist aber im Grunde nichts anderes als der normale Fahrmodus, man kann dann das Auto weder abschließen noch ausschalten. Als ob man das beim Camping angeschaltet, offen und mit darin liegenden Schlüssel (denn sonst schlägt es Alarm) stehen lassen würde 🙄

    Wie kann man das denn als E-Auto-Fahrer nicht verstehen? Da gäbe es ja diverse Gründe. Mein Ladestromanbieter hat seine Säule an einer Stelle an der ich noch mehr als 10% im Akku habe. Dann fahre ich ja nicht weiter zu einem teureren Anbieter, wie dumm wäre das? Oder wenn ich am nächsten Morgen eine lange Fahrt vor mir habe und zeitig starten will, dann lade ich natürlich schon abends und fahre nicht mit 20% los um dann 10% später wieder von der Autobahn zu fahren um zu laden. Oder wenn ich unterwegs bin und Pause machen muss/will, weil sich der Ort für die Ernährungspräferenzen der Kindern eignet fahre ich mit denen nicht 20 Kilometer weiter an einen verlassenen Baumarkt, weil der Akku noch 5% leerer gefahren werden könnte. Da gibt es doch im Alltag diverse Beispiele, weshalb man den Akku nicht immer leer fahren kann und will. Und ja auch nicht muss.