Beiträge von fiasko98

    Hallo zusammen,


    vergangene Woche bin ich mit einem größeren Planenanhänger (Doppelachser, Ladefläche 3,5m lang, Innenhöhe 2,5m) vom Hochschwarzwald nach Heidelberg und zurück.

    Vielleicht sind meine Erkenntnisse daraus für den einen oder anderen interessant.


    Ich muss zugeben, dass ich im vorhinein den Luftwiderstand als Gegner etwas unterschätzt habe.

    Losgefahren bin ich mit 90% im Akku und leerem Anhänger.

    Und der Erfahrung, dass der Akkustand ohne Anhänger fast für Hin- und zurück reicht

    Bis zur Autobahnauffahrt hinter Freiburg so gut wie nix verbraucht (warum geht es nicht immer überall nur bergab?!).


    Aber dann.

    Zunächst entspannt mit 105 km/h hauptsächlich die rechte Spur genutzt. LKWs durften an dem Tag nur die wenigsten fahren, daher war es dort recht entspannt.

    Nach einigen Kilometern, stetig stark steigendem Durchschnittsverbrauch und noch deutlich höherer Verbrauchsanzeige, habe ich dann mal angefangen zu überschlagen, wie weit ich eigentlich mit der Akkuladung komme.


    Ehrlich gesagt nicht sooo weit.

    Wenn ich es schaffen würde den Durchschnittsverbrauch zu halten bzw. sogar ein kleines bisschen zu senken, wäre bei maximaler Ausreizung vielleicht das Ziel Heidelberg drin. Aber wirklich nur vielleicht...


    Zum Glück war ein großer LKW in Sichtweite.

    Rangepirscht und dann mit 90 km/h in den Windschatten gehängt.

    Und wirklich, der Durchschnittsverbrauch hat sich auf den nächsten Kilometern wieder leicht gesenkt.


    Dann kam das Kreuz Karlsruhe.

    Mein Freund der Brummi und sein Fahrer haben sich leider auf die A8 verabschiedet.

    Damit auch der "gute" Durchschnittsverbrauch und es wurde wieder spannend.


    Auf den restlichen Kilometern fand ich leider keinen neuen Freund, sondern nur kurzweilige Bekanntschaften mit zwei Kleintransporten mit Kastenaufbau und einem Wohnwagengespann.

    Auch ganz nett, aber nicht dasselbe wie der Brummi.

    Und leider haben sie sich immer wieder relativ schnell in irgendwelche Ausfahrten verabschiedetet.


    Rückblickend ist es schon faszinierend, wie viel Spannung von der Prozentanzeige des Akkus, der Anzeige des Momentan- & Durchschnittverbrauchs sowie der Restreichweite ausgehen kann.

    Meine Gefühlslage entwickelte sich von "das sollte doch locker reichen" über "Uihhh, das wird aber knapp" zu "F***, das haut wohl nicht mehr hin".


    Schlussendlich bin ich nach 5km auf 0% und 0km Rechtreichweite an meinem Ziel angekommen.

    [nachdem der Finne auf YT mehr als 30km mit 0km Restreichweite geschafft hatte und ich bereits 19km so durch den Schwarzwald gekommen bin, hielt ich das Risiko von 5km für vertretbar]


    Hinweg geschafft.

    211 km mit 82 km/h im Schnitt und einem Durchschnittsverbrauch von 32,6 kWh

    Aber es gab ja auch noch den Rückweg...




    Vorbereitungen für die Rückfahrt:

    - Höhenunterschied Heidelberg - Hochschwarzwald recherchiert (es sind fast 800 Höhenmeter).

    - Anhänger mit geschätzt 500kg Möbeln und Blumentöpfen beladen.

    - Akku auf 100% geladen

    - Ladestation herausgesucht, an der man mit Anhänger ohne abhängen laden kann. (Fastnet Herbolzheim. Nur 156 km entfernt. Also kein Problem dorthin zu kommen...)


    Die Rückfahrt:

    Wieder ein Tag mit LKW-Fahrverbot und nur wenig Windschatten für mich und mein Gespann.

    Ohne das Stück bergab zu Beginn des Hinwegs, sah die Verbrauchanzeige von Anfang nicht gut aus.

    Also wirklich nicht gut.

    Der blaue Balken des Momentanverbrauchs schien in maximalem Ausschlag festgenagelt und der Durchschnitssverbrauch hatte eine 5 drin. An erster, nicht an zweiter Stelle!


    Und auch jetzt war schnell rechnerisch klar, das wird verdammt knapp bis nach Herbolzheim.

    Kein LKW oder sonstiges Gefährt weit und breit. ließen mich zur Wanderdüne mit 85 km/h mutieren.

    Der Durchschnittsverbrauch dankte es mir und zeigte bald wieder eine 4 an erster Stelle an.


    Kurz vor Karlsruhe dann wieder etwas Hoffnung.

    Ein Gespann mit sehr großem Wohnwagen fahrt kurz hinter mir auf die Autobahn, schließt zu mir auf und dann...

    Bleibt der einfach direkt hinter mir in meinem Windschatten!

    Sogar mit kurzzeitiger Temporeduktion auf 80 km/h, konnte ich ihn nicht dazu motivieren mich zu überholen.

    So eine Unverschämtheit sich einfach, ohne zu fragen, in meinen Windschatten zu hängen ;)


    Bis Herbolzheim wurde ich ihn nicht wieder los und konnte mich nur durch mutiges Abfahren Richtung Ladestation von ihm befreien

    Nach 156 km kam ich dort mit einem von 100% auf 1% entleertem Akku an.

    Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 83km/h und einem Durchschnittsverbrauch von 46,5kWh.


    Die verbleibenden 65 km bis nach Hause waren dann nochmal wirklich hart für meinen liebevoll herausgefahrenen diesjährigen Durchschnittsverbrauch auf Sommerreifen.

    55,6 kWh standen am Schluss der letzten Etappe auf der Anzeige.

    Und ich war um die Erkenntnis reicher, dass mit dem Luftwiderstand als Gegner nicht zu spaßen ist 8o


    To be continued.

    (Im August steht die gleiche Tour noch einmal an...)

    Ich komme gerade vom Reifenwechsel.

    Nach zwei Wintern mit insgesamt ca. 27.000 km hatten zwei Reifen etwas meghr als 3mm und zwei waren kurz vor Semislick.

    Neben Langstrecke aber auch viele Kilometer sehr kurvige Landstraße (Höllental mehrmals in der Woche rauf und runter, falls das jemandem etwas sagt)

    Ich habe noch von keiner AHK mit Can-Bus für den I6 gelesen, bei der nicht sämtliche Assistenzsysteme deaktiviert werden...

    Das macht er schon. Entweder per Satellit oder Internet. Das weiß ich nicht genau. Jedenfalls braucht man keine Zeit auf Stunde / Minute zu stellen. Er orientiert sich halt an GMT. Als Nutzer muss man dann nur noch die Zeitzone und eben ggf. Sommerzeit einstellen.

    Wenn er die Position schon kennt, warum schafft er es dann nicht die lokale Zeit vor Ort richtig zu erkennen?

    Das sind wahrscheinlich nicht mehr als drei Zeilen Code beim Programmieren...

    Wenn ich die Wahl gehabt hätte, hätte ich damals mit normalen Speigeln und ohne Schiebedfach genommen.

    Aber er stand halt so da...


    Vorteile der DSM sind mMn, dass sie im Dunkeln nicht blenden und bei Regen keine Nässe darauf stört.

    Was mir immer wieder mal fehlt, ist die Möglichkeit durch Veränderung des Blickwinkels das Sichtfeld des Spiegels deutlich verändern zu können

    (z.B. beim Auffahren auf die Autobahn bereits frühzeitig den von hinten kommenden Verkehr sehen zu können)

    Also unser Opel Corsa von 2012 holt sich das aktuelle Zeitsignal über das Radio rein.

    Da muss man nix umstellen, außer das Radio für ein paar Minutan anzumachen.


    Aber das der I6 sich die Zeitinfo über Internet oder ähnliches reinholt, ist wahrscheinlich bei einem so modernen Fahrzeug ein bisschen zu viel verlangt ;)



    PS: meine Frau fährt einfach das ganze Jahr über mit Sommerzeit herum. (Ich darf es auch nicht umstellen, weil sie ja dann sonst verwirrt wäre...)



    PPS: An welcher Uhrzeit orientiert sich den dann die Ladeplanung? An der im Profil meiner Frau oder an meiner?

    Nach meinem Empfinden kann man die Spiegel nicht sehr weit nach oben einstellen.

    Soviel Straße und wenig Himmel sehe ich in den anderen Autos, die ich fahre, nicht.

    Aber es ist noch OK.