So Leute. Der Wagen hatte letzte Woche seine erste richtige Ausfahrt.
Es ging durch Polen - Breslau, Krakau, Tarnow in die Sudeten. Gut 1000 km Autobahn und dann Landstrasse. Meine Frau ließ ich dann in einem Bergdorf zu Ihrer Frauengruppe raus und dann begann für mich die nächsten 5 Tage eine Autoreise kreuz und quer durch die Slowakei und Südliches Polen. Eine kurvige Strasse nach der anderen.
Reise:
Angefangen im kleinen Ort Lutowiska - fuhr ich runter bis nach Kosice. Nur durch einsame aber sehr gut ausgebaute Landstraßen. Dazu echt kurvige Straßen.
Kosice ist nach Bratislava die zweitgrößte Stadt in Slowakei und hat echt ne traumhafte Altstadt. Kann ich nur empfehlen.
Am nächsten Tag musste erstmal eine Ladesäule aufgesucht werden und dann ging es noch weiter Südlich durch viele bergige Landstrassen. Manchmal seh abgelegen oder auch mal öfters von LKW befahren. Aber nie voll, so das man auch mal in Ruhe überholen konnte.
Ziel war dann Zwolen. Ich weiß nicht ob das Gebirge noch zu den Sudeten gehört aber ist etwas höher als die Eifel. Zwolen hatte aber leider kaum was zu bieten. So blieb es etwas außerhalb der Stadt in einer gemütlichen Pension.
Tag 3 sollte es dann zurück nach Zakopane gehen. Aber nicht einfach hoch sondern um den Tatr (höchstes Gebirge der Sudeten) rum. Ich kann euch nur sagen es war der Höhepunkt der Reise. Zum Glück war es noch der Freitag und ich hatte so gut wie freie Straßen dahin. Auch war die Wahl um den Tatr gegen den Uhrzeigersinn zu fahren genau richtig. Es kam mir nur Verkehr entgegen aber ich hatte so gut wie null Autos vor mir.
In Zakopane angekommen war ich in einem netten Hotel nahe des Zentrum untergekommen. Ich kann euch diesen Ort einfach nur ans Herz legen. Unheimlich viel los.
Tag 4 nutze ich dann die Berge etwas zu besteigen. Somit wollte ich gaaaanz früh morgens auf einen der 1700m Gipfel steigen. Ich ging los gegen 4 Uhr (dunkel) und war nach einem anstrengenden Aufstieg wieder gegen 10 Uhr im Hotel. Geduscht und gewaschen und dann erstmal geratzt und den Tag in Zakopane ausklingen lassen bei guten/günstigen Bier und leckeren Essen.
Tag 5 ging es dann ganz früh wieder mit dem Wagen los nach Lutowiska. Dort angekommen, fuhren meine Frau und ich zurück und übernachteten dann in Krakau direkt am Wawel in einem Klosterhotel. Total genial, da man nur raus aus dem Tor musste und dann in der Altstadt war. Auch der Ort ist mega zu empfehlen. Krakau muss man einfach gesehen haben.
Tag 6 war aber nicht zu Ende und wir fuhren weiter nach Breslau und trafen und mit Verwandten. Breslau ist auch eine wunderschöne Stadt, die wächst und gedeiht. Leider war ab Tag 5 aber nur noch Autobahn angesagt. Dazu aber noch später.
Danach ging es dann wieder zurück nach Hause zu Braunschweig.
Strassen/Strecke:
Insgesamt wurden letzte Woche mit dem Wagen 3500km abgespult. Wenn Ihr jetzt an schlechte Strassen denkt, soweit ab vom Schuss und überhaupt an Feldwege, so muss ich euch leider enttäuschen. Die Strassen dort waren besser als bei uns, da viele recht neu sind. Ich hatte nur selten wirklich schlechte Wege aber auch eher dadurch, da mich die Kurviger-App wohl durch möglichst viele Kurven schicken wollte und dann 1-2 mal mir eher abgelegene Transportstrassen rausgesucht hatte.
Autobahn nach Lutowiska auch auch die Autobahnen in der Slowakei sind einfach Bombe. Kaum überfüllt und in sehr guten Zustand. Besonders aber um den Tatr rum, ist die Strecke so neu, das man meinen könnte, Sie ist erst vor 2 Jahren fertiggestellt worden.
Blitzer gab es zudem so gut wie garkeine. Eher waren mal Kontrollen der Polizei vor Ort. Meistens nach einem Strecken-Durchschnitts-Abschnitt.
Landschaftlich waren die Strassen auch einfach nur der Hammer. Ich war immer wieder von der Kulisse, besonders beim Tatr, begeistert.
e- Netzversorgung:
Ich hatte mich dazu entschieden ein Abo auf Ionity abzuschließen und sonst alles mit der Hyundai-Ladekarte abzuwickeln.
Dies funktionierte tadellos. Ionity ist in Polen und Slowakai vertreten, wenn noch nicht ganz so dicht. Ich hatte es immer so gemacht, das ich bei meinen Landstraßenfahrten eine Ionity anfahre und bis dort hin gut 200-250 km abspule. Das funktionierte absolut prima und ich hatte sonst nie Angst zu stranden. Ansonsten gibt es Greenway, Moya, Orlen ect. die man überall erreichen kann.
Das E-Netz ist noch nicht so dicht wie in Deutschland aber man muss halt keine Angst haben liegen zu bleiben. Das kein Problem.
Reichweite 6N:
Ich unterteile mal in Autobahn und Landstraße.
Autobahn: Wenn man 130-140 fährt, kommt man ohne Probleme bei 100% 300km weit. Bis nach Lutowiska hatte ich jedes Mal eine Ionity angefahren und bin dann immer im Schnitt 150 gefahren. Im Abo kostet die KW nur 0,39Ce. Und der Wagen war zumeist bei 15 minuten schon bei 80%. Einmal hatte ich nur noch 10% gehabt und ich benötigte dann 24 minuten. Der Verbrauch hatte sich zumeist bei 25 kw eingependelt.
Landstraße: Hier hat mich der Wagen echt überrascht. Trotz rasanter Fahrweise mit bergigen Straßen, spielte sich der Verbrauch auf ca. 20kw ein. Ich hätte sogar mehr Strecke machen zwischen zwei Ionity Säulen. Locker 300 und ich hätte noch locker Reserve gehabt. Auch ging gie prognostizierte Reichweite einmal sogar auf 510km bei 100%. 
Er war also wirklich sehr sparsam, trotz dass ich ihm im N-Modus nicht grade ruhig bewegt habe.
Fahrverhalten:
Ich konnte nun den Wagen ausgiebig testen. Als Allrad mit Schaltung ist es einer der besten Wagen vom Fahrverhalten her, die ich je gefahren bin. Mit dem Allrad fährt er wie auf Schienen. Das Fahrwerk funktioniert so gut, das man sich in Kurven nie unwohl fühlt. Trotz sportlicher Fahrweise. Ich bin mega beeindruckt wie der Wagen performt und ich wäre schon heute gern wieder auf Achse. Wer diesen Wagen hat, der kann sich nur glücklich schätzen.. 
Fazit:
Ich muss sagen, Osteuropa hat mich echt begeistert. Die Länder haben sich so enorm vom Straßennetz entwickelt, das ich schon mich manchmal gefragt habe, warum wir das nicht in Deutschland haben.
Zudem sind die Straßen sehr ruhig, meistens zumindest. Für mich ist das nächste Jahr wieder gesetzt. Scheiss auf die Alpen wenn ich so eine Idylle woanders haben kann, wo auch noch für mich das Preisleistungverhalten absolut stimmt.
Zu den Kosten wollte ich auch nochmal was schreiben. Insgesamt habe ich für diese Reise 380€ an Energie an der Ladesäule bezahlt. Zu 80% Ionity. Das hätte ich nicht mal mit einem Verbrenner geschafft, vor dem Irankrieg. Mein BRZ hätte letzte Woche bei irgendwo 800-900€ gelegen bei der 3400km Strecke. Wäre ich noch mit meinem damaligen Mustang 2019 unterwegs gewesen, hätte ich locker nen 1000er ausgegeben.
Dazu muss man noch sagen, das der N halt 650 PS hat.
Und jetzt endlich die Fotos. 